Was ist Dihydrocodein?

Was ist Dihydrocodein?

Was ist Dihydrocodein?

Was ist Dihydrocodein? Ein umfassender Leitfaden

Dihydrocodein (oft abgekürzt als DHC) ist ein halbsynthetisches Opioid, das zur Schmerzbehandlung bei mäßigen bis starken Schmerzen verwendet wird. Ursprünglich in Deutschland entwickelt, hat dieses Medikament sowohl therapeutische Nutzen als auch Risiken. In diesem Artikel erklären wir, wie Dihydrocodein wirkt, wofür es eingesetzt wird, welche Nebenwirkungen es hat und was bei der Einnahme zu beachten ist.

Wie wirkt Dihydrocodein?

Dihydrocodein bindet im zentralen Nervensystem an Opioidrezeptoren, insbesondere an die μ-Rezeptoren. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung reduziert und das Schmerzempfinden gesenkt. Zusätzlich wirkt es auf das Hustenzentrum im Gehirn, weshalb es gelegentlich auch als Hustenstiller eingesetzt wird.

Wofür wird Dihydrocodein verwendet?

Gemäß medizinischer Fachinformationen wird Dihydrocodein vor allem für folgende Indikationen eingesetzt:

  • Schmerztherapie bei mäßigen bis starken Schmerzen, wenn andere Analgetika nicht ausreichend wirken.
  • Husten (antitussiv), vor allem bei sehr hartnäckigem oder starkem Husten.
  • Behandlung von Atemnot (Dyspnoe) bei bestimmten Krankheiten, laut älteren Reports. Dosierung & Einnahmehinweise

Laut Beipackzettel (z. B. bei 90 mg Retardtabletten) sollte Dihydrocodein regelmäßig, aber genau nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.

Wichtig: Tabletten nie zerbrechen oder zerkauen — das könnte zu einer Überdosierung führen, da die Wirkstofffreisetzung schneller erfolgt.

Mögliche Nebenwirkungen & Risiken

Wie alle Opioide kann Dihydrocodein Nebenwirkungen haben. Dazu gehören:

  • Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verstopfung (Opioide verlangsamen die Darmbewegung)
  • Atemdepression (bei zu hoher Dosis)

Langfristige Einnahme kann zu Abhängigkeit führen.

Sicherheit & Vorsicht bei der Einnahme

Bevor Sie Dihydrocodein einnehmen, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten:

  • Bei Atemwegsproblemen (Asthma, COPD) nur mit ärztlicher Absprache nutzen.
  • Nicht plötzlich absetzen, da Entzugssymptome auftreten können.
  • Wechselwirkungen: Informieren Sie Ihren Arzt über andere Medikamente, da Dihydrocodein mit z. B. Beruhigungsmitteln oder anderen Opioiden gefährlich sein kann.

Abhängigkeit & Missbrauch

Obwohl Dihydrocodein oft als „schwächeres“ Opioid angesehen wird, birgt es ein erhebliches Risiko für Abhängigkeit.
Wird es über längere Zeit oder in höheren Dosen eingenommen, können körperliche Entzugserscheinungen auftreten, wenn die Einnahme gestoppt wird.

Rechtliches & Verschreibungspflicht

In vielen Ländern, darunter auch der EU, ist Dihydrocodein verschreibungspflichtig. Bei unsachgemäßer Beschaffung oder Einnahme drohen gesundheitliche Risiken und rechtliche Konsequenzen.

Fazit: Ist Dihydrocodein das Richtige für Sie?

Dihydrocodein kann eine wirksame Option sein, wenn andere Schmerzmittel nicht ausreichen – insbesondere bei chronischen Schmerzen oder hartnäckigem Husten. Aber wegen seiner potenziellen Risiken (Abhängigkeit, Atemdepression) ist eine ärztliche Begleitung unerlässlich.

Wenn Sie erwägen, Dihydrocodein als Teil Ihrer Schmerztherapie zu verwenden, sprechen Sie mit einem qualifizierten Arzt und lassen Sie sich über sichere Dosierung, Einnahme und Langzeitstrategie beraten.

Hinweis: Dieser Beitrag dient zur Aufklärung und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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